Samstag, Dezember 22, 2007
Videos digitalisieren mit Dazzle 100

Ich werde immer besser ....
Aber Scherz beiseite, ich habe es geschafft, ein altes analoges VHS Video mit der Dazzle 100 mit Ton zu digitalisieren. Und das ging so:
Ich habe mich an diese Anweisung aus dem Ubuntuusers Wiki gehalten, und wegen meiner aktuellen Kernel Version die experimentelle Version des v4l Treibers gewählt.
Wichtig ist, dass man nach der Kompilierung (unter Debian war die Verlinkung auf die Linux Headers notwendig!) den Rechner neu startet.
Da das Digitalisieren enorm an der Arbeitskraft der CPU nagt, arbeiten wir mit nice:diese imposante Befehlskette brachte den Erfolg - der 10 Sekündige Probefilm hatte Bild und Ton.
% sudo nice --10 mencoder tv:// -tv \ driver=v4l2:width=720:height=576:norm=PAL:audiorate=44100:immediatemode=0\
:forceaudio:adevice=/dev/dsp2 -o probefilm.avi -ovc lavc -lavcopts \ vcodec=mjpeg:aspect=4/3 -aspect 4:3 -noautoexpand -oac pcm -endpos 00:00:10
Achtung: "\" bedeutet Zeilenumbruch in der Darstellung aber nicht "Enter" in der Befehlskette! Die richtige Schnittstelle für den Ton erhält man über:
% more /proc/asound/cards
Die Ausgabe zeigt an, welche Schnittstelle die Dazzle belegt.
Da das Digitalisieren enorme CPU Last mit sich bringt, wechselt man am besten mittels Strg-Alt-F1 in die Konsole und loggt sich dort mit User Name und Passwort ein. Unter Gnome stoppe ich den X-Server mittels:
% sudo /etc/init.d/gdm stop
Unter KDE verwende ich:
% sudo /etc/init.d/kdm stop
Beide Befehle kann ich wieder rückgängig machen, indem ich "stop" durch "start" ersetze.
Den oben genannten langen Befehl habe ich sicherheitshalber schon einmal mit GUI eingegeben, ich kann seine PID herausfinden über:
% history
Wenn ich die entsprechende Prozessnummer mit einem vorangestellten "!" eingebe und Enter drücke, kann ich den Befehl wiederholen; oder einfach mit der Pfeiltaste die letzten Befehle durchgehen, bis ich ihn wieder finde. Dann starte ich die Digitalisiereung, der VHS Rekorder muss dazu natürlich ebenfalls laufen.
Wie finde ich die richtige Position auf der Kassette?
Hier hilft:
% mplayer tv:// -tv driver:v4l2:norm:PAL:audiorate=44100:immediatemode=0:/
forceaudio:adevice=/dev/dsp1
wobei zur Audio Schnittstelle das oben gesagte zu beachten ist.
PS: Dank auch an diesen französischen Kollegen für seine Hilfe.
Labels: Pinnacle Dazzle 100 Video digitalisieren
Donnerstag, Dezember 20, 2007
Mit Debian einen eigenen Kernel bauen
Ich wollte unter Debian Filmaufnahmen per Kino auf die Festplatte importieren und musste feststellen, dass meine Kernelversion (2.6.22-3-386) ein experimentelles Firewire Stack enthält, so dass ich die notwendigen Kernelmodule (raw1394) nicht laden konnte. Eine Nachforschung im Debian Forum brachte die Lösung: selber Kernel bauen. Tief durchatmen, ein wenig im Netz stöbern und diese zwei Seiten haben mir dann sehr geholfen. Danke an die Autoren!Aber der Reihe nach:
Wir brauchen die beiden Pakete (per Synaptic):
sux
kernel-package
Dann hole ich mir auf www.kernel.org die Kernel Source, in meinem Fall die als .bz2 komprimierte Version 2.6.22-4.
Ich wechsle in das Verzeichnis:
% cd /usr/src
% su
# tar xvjf /Pfad/zum/Download/linux-2.6.22-4.tar.bz2
Gemäss erwähnter Vorlage wechsle ich in das neue Verzeichnis:
# cd linux-2.6.22-4
und kopiere mir die config Datei des bisherigen Kernels, bei mir also:
# cp /boot/config-linux-2.6.22-3-386 .config
Die config des alten Kernels wird geklont:
# make oldconfig
Da das mein erster Kernel ist, will ich lieber mit Gui arbeiten, also:
# sux
# make xconfig
Hier kann ich jetzt in Ruhe die notwendigen Einstellungen durchgehen. In meinem konkreten Fall bedeutet das das Abwählen des experimentellen Firewire-Stacks ( siehe unter IEEE 1394) und Auswählen des bisherigen Stacks.
Nach einem Klick auf das Diskettensymbol und quit geht es dann richtig los.
Da ich ja nach einem neuen Kernel auch die Treiber für die Grafikkarte neu installieren muss, werde ich die benötigten Kernel Headers gleich mitinstallieren.
# make-kpkg binary -rev backen01 --initrd kernel_image && make-kpkg kernel_headers
Jetzt kann man dem Rechner erst mal Zeit geben, wenn alles (hoffentlich) gut durchgelaufen ist, bleibt noch die Installation:
# dpkg -i linux-image-2.6.22.4_backen01_i386.deb
# dpkg -i linux-headers-2.6.22.4_backen01_i386.deb
Nach einem Neustart kann ich dann den neuen Kernel in Grub auswählen (ich musste mit meinen beiden Festplatten und insgesamt 3 Betriebssystemen hier etwas basteln, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen) und zB. das Grafikartenmodul neu installieren und dass Modul in den Kernel laden lassen. Ab jetzt war es mir auch möglich, die notwendigen Firewire Module für Kino zu laden und die Kamera über die Firewire Schnittstelle anzusprechen.
Fazit: Für einen ersten Versuch ist es nicht schlecht gelaufen.
Labels: Debian Firewire Kernel Kernel-Headers
Samstag, Dezember 01, 2007
Vitual Box unter Lenny zum Laufen bringen

Ich bin, wie gesagt, ein Freund der Virtualisierung. Und so wollte ich die VirtualBox auch unter Debian zum Laufen bringen. In Synaptic fand ich alle Pakete, die ich brauchte, aber beim Starten der virtuellen Maschine kam die Fehlermeldung, dass das zugehörige Kernelmodul fehlt. Hier die Lösung, die ich über das Debian Forum gefunden habe:
Zunächst finde ich mittels
% uname -r
meinen Kernel heraus und kann dann mit Synaptic die entsprechenden virtualbox-ose-modules installieren. Die passenden guest-modules habe ich gleich mit installiert.
Dann überprüfe ich, ob module-assistant ebenfalls installiert ist.
Und so geht es dann weiter:
# module-assistant prepare virtualbox-ose
#module-assistant autoinstall virtualbox-ose
Es startet eine Dialog Oberfläche, die an sich selbsterklärend ist und in deren Verlauf man die beiden Kernel Module kompilieren und installieren kann. Nach dem Abschluss trägt man mit
#gedit /etc/modules
noch das Modul vboxdrv in die Datei ein, natürlich nicht ohne das Modul vorher mittels
#modprobe vboxdrv
zu laden.
Das wars.
Labels: VirtualBox Debian Kernelmodul installieren