Mittwoch, Jänner 30, 2008
Über Internet auf den eigenen PC zugreifen
Das wäre doch fein, wenn man sich sicher auf seinem Rechner zu Hause einloggen könnte, um dort eine Datei abzuholen, die man vergessen hat - oder den Rechner im Büro abzuschalten, den man wegen einem Update länger hat laufen lassen.Es gibt zwei Hindernisse auf dem Weg: eine statische IP - Adresse (wie soll ich meinen Rechner sonst im Netz finden) und die Router-Firewall (die natürlich nicht einfach einen Zugriff von außen zulässt, und das ist gut so!)
Gehen wir einmal den ersten Punkt an: die Lösung heißt DynDNS und bedeutet, dass meine normalerweise dynamische IP-Adresse, die mir mein ISP zuweist, in eine feste Adresse umgewandelt wird (meinComputer.dyndns.net) die mit Hilfe eines Programmes alle Anfragen an die gerade aktuelle IP meines Rechners umleitet. In 3 Schritten:
1. bei DynDNS einen gratis Account anlegen, den ich jeden Monat aktualisieren muss.
2. Auf meiner Maschine das Programm ddclient installieren, unter Ubuntu wird bei der Einrichtung nach dem DynDNS Account gefragt, bei FreeBSD ist Handarbeit notwendig ...
3. den Router so einrichten, dass er die Client-Abfrage zulässt. Bei meinem Router ist im Menü ein entsprechender Punkt vorgesehen, im Zweifelsfall das Handbuch des Routers zu Rate ziehen.
Testen ob es funktioniert:
% ping - c2 meincomputer.dyndns.net
Wenn alles stimmt, bekomme ich die Erfolgsmeldung und zusätzlich meine aktuelle IP - Adresse zurückgemeldet.
Jetzt wollen wir den sicheren Zugriff auf den Rechner einrichten, dafür verwende ich Open SSH.
Unter Ubuntu installiere ich das Programm openssh-server. In der Konfigurations Datei werden einige Änderungen eingefügt, um das System abzusichern.
% sudo gedit /etc/ssh/sshd_config
Hier nehme ich folgende Einstellungen vor:
Port 22 #hier lauscht SSH
Protocol 2 #Protokoll 1 ist unsicher!
PermitRootLogin no #schützt vor brute-force Attacken
AllowUsers Mich_als_User_eintragen #beschränkt Zugang auf genannte User
Dann muss ich den SSH - Server wieder starten.
% sudo /etc/init.d/ssh restart
Aber: wir müssen noch den Router für Anfragen auf Port 22 öffnen, sonst kommen wir von außen nicht durch. Das geschieht mit Hilfe des sogenannten Port - Forwardings. Wie das bei Euren Routern geht, könnt Ihr sehr gut hier erfahren, einfach bei Eurem Router Modell unter SSH nachsehen.
Jetzt sollte ich mich bequem mittels
% ssh meinNamen@meincomputer.dyndns.net
von außen auf meinem Rechner einloggen können.
Mittels scp kann ich jetzt sicher Dateien kopieren oder per rsync -e ssh die Datenbestände auf beiden Rechneren synchronisieren.
Wer lieber mit GUI arbeitet, hat im Konqueror ein komfortables Instrument zur Hand. Den Konqueror starten und im Adressfeld eingeben:
fish://meinNamen@meincomputer.dyndns.net
Man wird nach dem Passwort gefragt und kann dann bequem Daten verschieben, kopieren oder bearbeiten. Übrigens: Krusader kann das auch ....
Aus der Ferne ausschalten geht dann mittels:
% sudo shutdown -h now # Fährt den Rechner sofort herunter
% sudo shutdown -h +60 # Fährt den Rechner in 60 Minuten herunter
Labels: DynDNS, Port-Forwarding, Router, SSH
Dienstag, Jänner 01, 2008
Ubuntu und die M-Audio Keystation 49e

Ich habe mir dieses Gerät seinerzeit für meinen Mac gekauft, wo es wunderbar mit Garageband funktionierte. Geht das auch unter Linux? Ja, es geht, hier steht, wie.
Die Lösung bot mir eine finnische (!) Ubuntu Seite, die so illustriert ist, dass ich auch ohne Finnisch Kenntnisse zum Ziel gelangt bin.
Zunächst einmal ist der Ubuntu bzw. Debian Kernel von Haus aus für Audio Anwendungen schlecht geeignet. Deshalb empfiehlt sich die Installation von Ubuntu-Studio für diese Aufgaben - ich habe eine 40 GB Partition dafür zur Verfügung gestellt, von der ich aber problemlos lesend und schreibend auf die restlichen Partitionen zugreifen kann. Ich habe diese Version auch für meine Video- und DVD Projekte genutzt.
Dann gehen wir einfach mal nach der finnischen Anleitung vor:
Um dem Soundserver Jack die notwendigen Instrumente zur Verfügung zu stellen, habe ich diese Datei downgeloadet, entpackt und mit QSynth verlinkt (unter dem Reiter Soundfonts).
Dann einfach dem Bilderbuch folgen, und mit Rosegarden, QJackCtl und eben QSynth das Gerät zum Laufen bringen. Es ist zwar zugegebenermaßen nicht ganz so komfortabel wie Garageband, aber es geht!
Fazit: jetzt noch eine Alternative für iDVD und wozu brauche ich noch einen Mac?
(Vorschau: diese Alternative gibt es und sie wird in Kürze hier vorgestellt)
Labels: m-audio keystation 49e ubuntu